Foto: Michael Baudy / pixelio.de
In fast allen Handwerksberufen war es früher üblich, dass man auf die Walz ging. Das bedeutete für die jungen Absolventen der Zünfte quer durch Deutschland wandern zu müssen.
Ziel war es nicht nur die Welt kennenzulernen auf der Walz, sondern auch Erfahrungen in Betrieben weit weg von zu Hause zu sammeln. Näher als 50 Kilometer durfte man für die Dauer von mindestens einem, oft aber auch mehreren Jahren, seinem Heimatort nicht kommen.
Die Zimmerer in Deutschland haben diese Tradition beibehalten, in vielen Unternehmenszweigen ist sie jedoch abhanden gekommen.
Einige Berufe scheinen sich aber nun rückzubesinnen.
Philipp Bertisch und Marcel Günthel zum Beispiel sind als Studenten der Visuellen Kommunikation zwar keine Handwerkslehrlinge im klassischen Sinn, ob man aber nun Design als Handwerk oder Kunst bezeichnet, ist vielleicht einfach Geschmackssache.
Jedenfalls haben sie beide vor zehn Wochen gemeinsam auf Walz zu gehen – mit Zelten, Decken und Luftmatratzen. Was aus dem Experiment wird, kann man bei Facebook nachverfolgen, wo sie über ihre Erlebnisse berichten werden.
Vielleicht sind die beiden ja die Vorreiter einer neuen Generation von kreativen Nomaden.
Schlagwörter:Walz, Wandern in Deutschland, Wanderschaft
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