Foto: Thomas Maciejewski / pixelio.de

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Erst vor kurzem, im Juli dieses Jahres ist wieder ein deutscher Bergsteiger am Watzmann verunglückt. Er stürzte aus 1900 Metern in die Tiefe, weil ein Felsblock ausgebrochen war.  Es war das 100. Opfer, das am Watzmann Massiv im Berchtesgadener Land seit der Erstbesteigung des Berges zu Tode kam.

Diese relativ hohe Zahl an Toten hängt damit zusammen, dass die Schwierigkeiten an der Watzmann Ostwand, die mit 1800 Metern als die längste Steilwand der Alpen gilt, oftmals unterschätzt werden.

Es stimmt schon, dass es an dieser Stelle im Berchtesgadener Land viele leichte Routen gibt, die durch die Wand führen, zum Beispiel die familientaugliche Route über den Grünstein, die auf dem kleinsten Gipfel des Watzmann-Massivs endet. Wer sich jedoch nicht auskennt und über keinerlei Bergerfahrung verfügt, landet vielleicht ungewollt auf der extra schweren Variante im Schwierigkeitsbereich E. Dieser Weg, der über eine 15 Meter hohe und drei Meter überhängende Wand führt, ist Deutschlands schwierigster Klettersteig.

Doch auch auf den weniger spektakulären Watzmann Steigen lauern im Berchtesgadener Land Gefahren, denn das Gelände ist bröckelig und Wetterumschwünge lassen sich auf Grund der Lage erst sehr spät ausmachen. Wer auf Nummer sicher gehen will, holt sich am besten einen erfahrenen Bergführer aus dem Berchtesgadener Land. So wird auch die Watzmann Besteigung zu einem kalkulierbaren Abenteuer.

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