Cliffs of Moher | © Martin Abegglen - Fotolia.comWer das Lebensgefühl der grünen Insel wirklich erfassen möchte, der kommt nicht umhin, den Westen Irlands zu bereisen. Dabei geht es nicht nur darum, dass hier die letzten Landstriche liegen, in denen tatsächlich noch gälisch gesprochen wird. Auch landschaftlich ist Irland in Donegal, Connemara, Dingle und rum um Kerry besonders reizvoll. Tipps zu Urlaub und Reisen in der Republik Irland beziehen sich ebenfalls mehrheitlich auf die Westküste der Insel. Insofern sollte man seinen Flug wenn möglich gleich in Richtung Shannon buchen. Denn von dort aus lassen sich die schönsten Abschnitte dieser Küste schnell und bequem erreichen.

Beeindruckende Blicke von hohen Klippen

Eine besondere Faszination lösen bei so gut wie allen Urlaubern die zum Atlantik hin abfallenden Klippen aus. In Irland sind diese oft besonders hoch. Am bekanntesten sind die Cliffs of Moher in der Nähe des Ortes Doolin. Sie ragen fast senkrecht ins Meer und erreichen mit dem O’Brien Tower eine Höhe von bis zu 214 Metern. Die Felsen werden von über 30.000 Vögeln bewohnt unter welchen auch der berühmte atlantische Papageientaucher zu finden ist. Noch höher hinaus geht es in Donegal. Die dortigen Klippen namens Slieve League sind bis zu 601 Meter hoch. Am höchsten hinaus geht es im County Mayo: die Klippen von Croaghaun erreichen die stolze Höhe von 664 Metern. Allerdings befinden sie sich auf Achill Island und sind touristisch nicht erschlossen. Weniger hoch, dafür aber mindestens ebenso beeindruckend sind die Klippen auf den Aran Inseln in der Bucht von Galway. Hier ist vor allem das bronzezeitliche Fort Dun Aenghus auf Inishmore zu nennen. Die Wehranlage ist unmittelbar an den steil zum Atlantik hin abfallenden Klippen errichtet. Die in 87 Metern Tiefe an die Felsen schlagende Brandung und der bei gutem Wetter bis zu 120 Kilometern reichende Ausblick sind ein einmaliges Naturschauspiel.

Der wilde Westen Irlands: Connemara

Ebenfalls im County Galway gelegen ist die Region Connemara. Die Landschaft dort ist vor allem von Moorgebieten geprägt, weshalb Connemara dünn besiedelt und deshalb besonders ursprünglich geblieben ist. Die inoffizielle Hauptstadt ist das an der Küste gelegene Clifden. Sie zählt knapp 1.500 Einwohner. Die übrigen Ortschaften Connemaras sind noch deutlich kleiner. Entsprechend gut kann man gerade hier seinen Gedanken nachhängen, wenn man einen Spaziergang längs des Atlantiks oder eine Wanderung durch die weiten Heidelandschaften unternimmt. Oder man leiht sich ein Fahrrad und unternimmt eine Tour auf der gut elf Kilometer langen Sky Road, auf welcher man alle Landschaftsarten Connemaras kennenlernen kann.

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