Wie der Wetter- beziehungsweise der Schneebericht für die Osterferien aussehen wird, steht noch nicht fest, aber angeblich gesichert ist doch eine „Schneegarantie“. Wenn ihr beispielsweise ein Hotel in Ischgl gebucht habt, könnt ihr auf der Homepage des Skigebietes lesen: „In Ischgl erwartet Sie Schneesicherheit von Ende November bis Anfang Mai.“

Auch Reiseanbieter sprechen immer häufiger von einer Schnee-Garantie für ihre Winter-Reiseziele. Aber macht das Sinn?

Klar, fast alle Skigebiete können inzwischen auf die Unterstützung von Schneekanonen vertrauen. Doch bei entsprechenden Plusgraden kommen diese auch nicht mehr zum Einsatz.

Fehlender Schnee in einem Alpen-Ferienort ist eigentlich kein Reise-Mangel, wenn allerdings ein Reiseveranstalter eine entsprechende Situation „garantiert“, kann sie auch eingeklagt werden.

Wer explizit einen Skiurlaub bucht, für den hängt die Durchführung desselben natürlich von den Schneeverhältnissen ab. Sind die weißen Flocken alle weggetaut, liegt ein erheblicher Mangel vor.

Dennoch ist es Aufgabe der Kunden vom Reise-Anbieter rechtzeitig vor Antritt des Urlaubs Informationen zu den vermuteten Wetter- und Schnee-Bedingungen einzufordern, meint Paul Degott ein Reise-Rechtsanwalt aus Hannover. Sollte sich dann herausstellen, dass die Möglichkeit Wintersport auszuüben wohl nicht besteht, müssen die Betroffenen den Veranstalter auffordern Abhilfe zu schaffen und beispielsweise ein Ausweichziel anzubieten.

Entsprechende Maßnahmen werden angeboten, wenn man zum Beispiel in der Schweiz Ski fahren will: „Wir garantieren euch, dass, falls aus Schneemangel in Portes du Soleil oder Saas Fee von Anfang März bis Saisonende weniger als 30 Lifte/Bahnen mit mindestens 100 Pistenkilometer geöffnet sind, ihr ohne Stornogebühr bis zum Reisebeginn von der Reise zurücktreten könnt“, verspricht unter anderem Pfiff-Reisen.

Auch TUI hat das Thema Schneesicherheit schon für seine Kunden geregelt: Bis eine Woche vor Reisebeginn könnt ihr dort kostenlos umbuchen, wenn nicht mindestens 75 Prozent der Lifte offen sind. Letzter Stichtag für eine Reise mit Schnee-Garantie ist hier der 1. April 2012.

Natürlich ist es angenehm für den Kunden zu wissen, dass er ein Anrecht auf Ersatz hat oder andernfalls sein Geld zurück bekommt. Die Frage ist nur, ob es tatsächlich Sinn macht „Schneesicherheit“ als eine Eigenschaft hinzustellen, die man garantieren kann, wenn dies letztendlich nicht der Fall ist.

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